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  • makeup2go1

Etiketten.


Ihr fragt euch jetzt bestimmt, was haben Etiketten mit einer Hochzeit zu tun? Wohlan.


Letztes Jahr gab es hinter den Kulissen einer Hochzeit ziemlichen Aufruhr, weil die beste Freundin der Braut an ihrer frisch gekauften Hose einen Sicherheitsbutton entdeckte.


Wisst ihr was ich meine? Die kleinen runden Dinger die Alarm schlagen, wenn wir mit textilen Schätzen das Geschäft verlassen, ohne an der Kasse die Schatzmeister*in zu bezahlen.


Kennt ihr oder? Es piepst. Alle gucken und die Security zückt den Colt.


Ich fasse mich kurz. Sie wurde das Ding nicht los und musste mit Böppel an der Hose feiern. Wir lachen heute noch darüber.


Alle und jede textilen Stücke sind in deutschen Landen (und woanders bestimmt auch) beschildert und be-böppelt.


Mit Sicherheitshinweisen wie zum Beispiel:


„Bitte nicht der Katze in der Mikrowelle anziehen!“


… und Pflegeanleitungen:


„Gemeinsames waschen mit einer ranzigen Pferdedecke kann zu Verfärbungen führen.“


Das Ganze noch in Mandarin und sechs weiteren Sprachen, samt Ersatzknopf und besagtem Security-Böppel.


Ich kontrolliere seit Jahren völlig unauffällig und beiläufig immer die versammelte Entourage einer Hochzeit auf verdächtige Schilder. Vorzugsweise werden auf einer solchen Feierlichkeit neu erworbene Kleidungsstücke getragen. Deutlich erkennbar an den Etiketten, sie sich an den unmöglichsten Stellen versteckt haben und nun lustig rausschauen. Kuckuck.


Ganz peinlich wird`s, wenn am Revers von Tante Trudes neuem Kostüm noch der rote Schriftzug auf dem Schild verkündet: “Reduzierte Ware“.


Die Brautleute gucken meistens ziemlich irritiert aus ihren feierlichen Outfits heraus, wenn ich sie auffordere artig ihre Beine zu heben, damit ich die Schuhsohlen checken kann. Ich vergesse im Eifer des Gefechtes gerne, dass mein Pony das automatisch macht, wenn ich ihm leicht ans Bein tippe.


Steht eine kirchliche Trauung an, kniet das traute Paar gemeinsam, früher oder später, vor dem Altar. Leider ist es völlig unromantisch, wenn die versammelte Gemeinde die Preisschilder unter den Schuhen der Brautleute sieht. Sofort wird klar: Die Schuhe der Braut haben einen Kleinwagen gekostet und der Bräutigam hat im Ausverkauf zugeschlagen. Das geht keinen was an … deshalb der Schuhsohlen-Check.


Bezüglich Etiketten. Viele meiner Blusen haben direkt unter dem Kragen einen tollen Lüftungsschlitz. Ich leide seit Jahren unter Etiketten- Paranoia und schneide sie alle ab.


Vorzugsweise in höchster Eile und mit der Nagelschere. Traurig bin ich auch immer wieder, wenn ein neu erworbenes Kleidungsstück im Miniatur-Format die Waschmaschine verlässt.

Wer lesen kann bevor er schneidet ist klar im Vorteil.


Sind Etiketten doch sinnvoll?


XO Andrea



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