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Nachhaltige Brautkleider?? Geht das?

abrings
vor 6 Tagen
2 Min. Lesezeit

Nachhaltigkeit ist, jauchzet und frohlocket, aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und wir denken mittlerweile auch alle an unseren Fußabdruck. Zumindest haben wir ein schlechtes Gewissen, wenn wir es nicht tun. Vielleicht ein bisschen spät für unseren Planeten, aber lieber spät als nie.

         

Auch in der Brautmode ist Nachhaltigkeit nicht mehr wegzudenken.


Tatsächlich sind die Stoffe, aus denen Brautkleider in weit-weit- weg produziert werden, hauptsächlich Kunstfasern auf Erdölbasis. Polyester hört sich auch besser an als Plastik.


Der Trend, diese Kunstfasern aus recyceltem Plastik zu produzieren, ist aber noch kostspielig und technisch anspruchsvoll. Wenn ihr einmal in eueren gelben Sack schaut, bekommt ihr schnell eine Ahnung davon, warum das so ist.


Also, zum Stoff, aus dem die Träume geschneidert sind.


Mehr oder weniger viel Stoff braucht es, um ein Brautkleid zu werden.


Je künstlicher, desto günstiger … je natürlicher desto teurer. Das sind die harten Fakten im textilen und eigentlich eher weichen Gewerbe.


Die Formel lautet also: “Je höher der natürliche Anteil, wie Seide, Wolle oder Baumwolle umso weniger Plastik, desto kostspieliger. Schon verrückt, dass bei den aktuellen Preisen für Erdöl die Kunstfaser immer noch deutlich günstiger ist.


Wir halten also fest, beim Stoff kommen wir nicht weiter. Kunstfasern sind so schnell nicht zu ersetzen. Sie haben Vorteile, um die wie einfach nicht drum herumkommen.


Auch der weite Weg, den die die Kleider zurücklegen, um zu uns zukommen, ist von Nachhaltigkeit weit entfernt, aber wir alle kennen die Gründe.


Also wird das Kleid der Kleider in weit-weit-weg produziert um einmal getragen zu werden, dann eine Weile im Schrank zu hängen und …??? Ja, und dann?


Genau hier können wir ansetzen. Warum kann ein Kleid nicht 2 oder 3 Mal auf einer Hochzeit getragen werden? Es wird gereinigt und dann ab in ein Second Hand Geschäft. Dort findet es eine neue Braut und bringt euch neben einem blütenweißen Gewissen zusätzlich noch Talerchen ein.


Zweite Liebe erlebt gerade wieder einen ganz neuen Aufschwung. Werft mal ein Blick zu unseren holländischen Nachbarn, da gehört es mittlerweile fest zum textilen Sortiment.


Ich praktiziere dies seit einigen Jahren und habe ein „Zweite-Liebe“ Brautmodenatelier eröffnet. Nie hätte ich gedacht, dass es so ein Erfolg wird. Seit letztem Jahr verleihe ich auch Kleider. Auch das kommt super gut an und wird gerne in Anspruch genommen. Wir brauchen nicht darüber zu reden, wieviel Geld ihr spart und wie nachhaltig es ist.


Was meint Ihr? Ich bin gespannt.

Xo Andrea

 

 
 
 

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