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Änderungen! Das berühmte >MÜ<.

  • abrings
  • 26. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Das Kleid der Kleider möchte und muss perfekt sitzen. Die Länge sollte ebenfalls passen.


Im prallen Leben kommt es so gut wie nie vor, dass ein Brautkleid aus der Fertigung kommt und perfekt passt. Grundsätzlich kommen Kleider in 180 cm Gesamtlänge ins Geschäft, was auch nicht immer hinhaut.

Es muss also angepasst und abgeändert werden. Fangen wir mit dem Kleidersaum ganz unten an.


Da reichen tatsächlich zwei Zentimeter Kleidersaum zu viel und dieser übernimmt die Regie des Hochzeits-Tages. Ihr werdet den ganzen Tag Brassel damit haben. Die zu kürzenden Lagen des Kleides haben im Übrigen erheblichen Einfluss auf die finalen Kosten. Ein durchschnittliches Brautkleid hat mindestens 4 Lagen Stoff. Muss gar Spitze abgetrennt und neu aufgenäht werden, wird es richtig teuer, weil dies oft von Hand geschieht.


Ist das Kleid zu kurz geraten? Tja, dann ist guter Rat teuer. Es wird den Beigeschmack von  >zu heiß gewaschen<  oder  >von der großen Schwester<  mit sich tragen. Auf jeden Fall kommen die bräutlichen Schuhe voll zur Geltung. Sicherheitshalber würde ich die Fotograf*in darauf hinweisen, denn bei den Ganzköper-Fotos wird dieser Mangel offensichtlich. Mein Tipp: Der stolze Ehemann trägt die Braut auf allen Fotos einfach auf und mit seinen Händen. So fällt das Malheur mit dem Saum nicht auf und er kann schon mal für die folgenden Ehejahre üben. Entweder hat er dann Rücken oder entwickelt einen tollen Bizeps.


„Atmen wird überbewertet!“  mag sich so manche Future-Bride denken und quetscht sich verbissen in die kleinere Konfektionsgröße. Finger weg und raus aus der Kabine! Hier spreche ich ausdrücklich aus Erfahrung. 

Wenn ich Hosen anprobiere und das berühmte >< (so sagt man hier im Rheinland)fehlt, Finger weg und raus aus der Kabine. Das wird nix. Nach etlichen Fehlkäufen muss ich mir eingestehen, nein, das eine Kilo nehme ich nicht ab. Höchstens lege ich zwei drauf. Trotz aller >Müh< beim Sport und mit der Diät.


Ja, wenn sich der Stoff erwärmt hat, gibt das berühmte >< nach. Aber ein >< ist und bleibt ein ><, und ein >MÜ< ist wenig.

Obacht!

Das berühmte >< nimmt keine Rücksicht auf Kuchen oder Schnitzel.

Habt ihr bei der Anprobe überhaupt getestet, ob ihr im Kleid der Kleider überhaupt sitzen könnt? Im Stehen ist nämlich alles easy und insofern ihr keine Stand-Hochzeit feiern wollt, sollte bequemes sitzen möglich sein. Plus Kuchen und Schnitzel.


Ist das Kleid nur ein bisschen zu groß, kann es eine versierte Schneiderin meistens ohne Probleme anpassen. Das Problem ist die Schneiderin selber. Ihr müsst erst einmal eine finden, die Brautkleider ändern kann und möchte. Können tun sie es meistens schon, aber mit dem möchten ist es so eine Sache. Brautkleider fallen in die Kategorie heikel, weil sie empfindlich in jeder Beziehung sind. Die dazugehörigen Bräute auch und diese Kombi ist nix für schwache Nerven.


Bevor ihr im Tüll-Tempel einen Kauf- Vertrag unterschreibt, erkundigt euch ganz genau, ob ein hauseigener Änderungs-Service vorhanden ist. Wenn ja würde ich mir schriftlich zusichern lassen, dass das Kleid nicht schon vier Monate vorher oder einen Tag vor dem D-Day angepasst wird. Obwohl, wem nützt der Vertrag, wenn die Schneiderin einen Gipsarm hat?


Falls ihr denkt, boah jetzt übertreibt sie aber wieder? Nein …schwör … schwör.

Seid gewiss ihr Lieben, es kommt wirklich sehr selten vor, dass ein Kleid sofort perfekt passt.

Es liegt auch nicht an eurer Figur.

Finally … kauft kein Kleid, wenn ihr nicht wisst, wer es abändern kann.


XO Andrea


 
 
 

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